Fastenwandern - wie geht das und für wen ist das gut?
Shownotes
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Herzlich willkommen zum Gespräch zum Thema Fasten und Fasten wandern wozu und warum und wie. Vor allem ein Gespräch mit Sonja Elstermann und Klaus Dombrowski. Ich wünsche gute Inspiration. Dann freue ich mich heute ganz besonders auf meine beiden Gäste, Sonja Elstermann und Klaus Dombrowski. Ihr seid, hallo. Unter anderem seid ihr Fastenleiter, Fastenbegleiterinnen. Unter anderem leitet ihr schon zum zweiten Mal in diesem Jahr bei uns an der Ostsee in Gutnisdorf eine Fastenwanderwoche mit Kräutern. Danke dafür, ich freue mich da sehr drauf, wir uns auch. Und ich will erst mal fragen, wie seid ihr denn zum Fasten gekommen?
Ja, wie sind wir zum Fasten gekommen? Also ich bin von Berlin nach Kurin gezogen vor ca. 10 Jahren und da hatte ich wirklich so einen Cut in meinem Leben. Ich habe mit der künstlerischen Arbeit mehr oder weniger aufgehört und bin dann so hier eingetaucht in die Welt der Kräuter und der Heilpflanzen und und in meinen Garten. Und dann bin ich Cordelia jüdisch begegnet, die hier schon seit 25 Jahren Fastenwanderung macht. Und da fehlte mal jemand für den Part Bewegung und da bin ich dort gelandet und habe das mit Bravour gemacht und das hat mich dann auch sehr interessiert Und ich habe auch vorher schon mal so, als ich noch getanzt habe, da habe ich auch schon gefastet, aber dann habe ich das Ganze, also den ganzen Kosmos kennengelernt vom Fasten und habe dann begleitet und dann vergingen die Jahre und dann hat sie gesagt, Sonja, eigentlich bist du Fastenleiterin bereits, aber es wäre nicht schlecht, wenn du trotzdem noch mal eine richtige Ausbildung machst, damit du das auch wirklich so zertifiziert hast. Und das haben wir dann alle beide zusammen bei Cordelia Hiebisch gemacht, für die wir auch im Team arbeiten.
Ja und was ist so toll am Fasten? Also warum sollte man überhaupt fasten? Ich meine, ich frag jetzt ein bisschen ironisch. Ich habe selber auch schon mal gefastet. Es war herrlich leichtes Gefühl, aber ich weiß nicht, ich wurde auch so ein bisschen unruhig dabei. Was bedeutet euch das Fasten? Warum ist es gut zu fasten?
Ich sag nur zwei Sätze dazu, den überlasse ich gerne, sondern so ein paar Details noch. Also ich habe mich vors Fasten auch immer, wie soll ich sagen, fast geweigert, habe Angst davor gehabt. Und als ich dann kennenlernen durfte, war mir alles das Theoretische, was man mir vorher schon mal irgendwie so erzählt, aber das war für mich unglaubhaft. Und als ich dann, war es dann eben nachvollziehbar. Fasten ist wirklich wie so ein Reset Knopf. Ich glaube, wir Menschen haben verlernt in unserem Dasein, in unserer Zivilisation, insbesondere In den letzten 150 bis fast schon 200 Jahren, das Fasten ist eigentlich evolutionär, gehört es zum Menschen. Eigentlich funktioniert unser Organismus nur, wenn wir regelmäßig fasten. Nur wir haben es in unserer, insbesondere jetzt mit der Lebensmittelindustrie und immer verfügbaren Nahrung, haben wir es verlernt zu fasten. Völker, die machen das noch, das gehört einfach zu ihrem Tagesablauf. Und als ich das dann kennenlernte, war das wie so, aha, wenn so funktioniert der Körper, ich brauche das ja gar nicht. Und auf einmal passte da etwas auf meinen Tagesablauf. Langschläfer bin ich, lass einfach das Frühstück weg und bin jetzt passionierter In der Wallfaste leben ist viel einfacher, viel schlüssiger. Ja, und jetzt überlasse ich mal für ein paar Fakten.
Ja, naja, wie Klaus schon sagte, Fasten ist, wir wären als Spezies eigentlich ausgestorben, hätten wir nicht dieses, ich sag jetzt mal, dieses Fastengehen, dieses Überlebensgehen in uns. Ja, da stand nicht irgendwo am Anfang, da stand nicht irgendwo ein Tischlein deck dich, wo man den, wo die Leute sich hinsetzen konnten, sondern waren die lange auf Nahrungssuche und haben alles Mögliche irgendwie gegessen und mussten aber lange auch verzichten. Und Fasten als Definition ist mal der freiwillige, bewusste Verzicht auf feste Nahrung für einen begrenzten Zeitraum. Wir machen das eine Woche lang und wenn die Woche rum ist, sind die Leute immer ganz erstaunt, was, jetzt ist schon Schluss, weil dann bist du erst mal so richtig drin. Und man kann wirklich auch wirklich sehen, nach einer Woche sind die Leute also bis wie neugeboren. Also was findet statt? Du hörst auf zu essen, Das heißt, die Nahrung, wir ernähren uns jetzt von uns selbst heraus, also aus innen heraus. Wir verbrauchen unsere Depots und Speicher und davon haben wir eine Menge. Die ersten zwei Tage leben wir vom Glykogen, was in der Leber ist, das wird abgebaut als Energiereserve. Danach werden die Fette abgebaut Und das ist ja auch wunderschön, da können wir den Gürtel wieder etwas enger schnallen, dann fängt die Zellreinigung an. Und Thema autophagie, also nach 14 bis 16 Stunden fängt diese Autophagie an. Das heißt, alles was unbrauchbar ist, was krankmachend ist, was belastend ist, was störend ist an Zellresten, das wird abgebaut. Und was nicht abgebaut wird, ist alles das, was lebensnotwendig ist. Alles Lebensnotwendige, alles Brauchbare, zum Beispiel das Herz und die Muskeln und Herzmuskeln, was noch, was noch, was noch? Gehirn, Gehirn, Ja natürlich, all das brauchen wir. Da haben wir unsere Depots, unsere Energiereserven und das wird alles nicht abgebaut am Körper. Und natürlich auch die ganzen Organe, unsere Steuer und Funktionssysteme, die bleiben uns einfach erhalten.
Also diese Autopagie, was du gerade gesagt hast, ist im Prinzip eine Art von Reinigung, wo auch Gift werden, auch Giftstoffe raus.
Fasten ist entgiften. Also es ist die beste und einfachste Methode, weil du brauchst nicht viel, hörst auf zu essen und nimmst nur noch Flüssigkeit zu dir. Also wir machen ja Buchinger Fasten, das heißt, wir trinken Tee, wir trinken Saft, frisch gepressten Obst, Gemüsesaft am Abend, unseren Bouillon und natürlich Wasser. Und das reicht völlig aus. Und das Erstaunliche ist, wenn die Leute mitkriegen, so wenig brauche ich, um leistungsfähig zu sein. Also das ist wirklich das Phänomen, dass du vielleicht maximal 400 Kilokalorien zu dir nimmst, aufgrund der Suppe, die wir auch machen, also die klare Gemüsebouillon und der Saft. Und du brauchst so wenig 200 bis 400 Kilokalorien. Und da kommst du über den Tag und es geht dir gut. Es ist kein Mangel, sondern es ist eine Neuordnung, die dir passiert. Das ist toll.
Sag mal, das ist ja so einfach. Warum soll ich denn den Kurs mitmachen, wenn ich einfach auch zu Hause, ich esse einfach nichts und trinke viel Wasser, vielleicht eine Gemüsebrühe, geht es mir auch gut oder nicht?
Ja, vielleicht, weil du sagst, ja, mache ich doch einfach für mich zu Hause. Wir haben oft Teilnehmer, die haben das auch mal eingebaut in ihre Arbeitswoche, haben ihre Familie weiter betreut und regelmäßig kommen dann so Erfahrungsmitteilungen. Oh ne, ich mache das nicht wieder alleine zu Hause. Das war so anstrengend Und in der Gruppe, man hat natürlich auch fast eine Krise, man hängt mal durch, da kommt ja auch seelisches, Geistiges dazu, dann will man einfach seine Ruhe haben und die Ruhe hat man im Arbeitsprozess und in der Familie halt nicht so. Da läuft eben das Altersleben weiter und das Abschalten, das ist meine ganz tiefe Erfahrung vom Fasten. Das eigentliche Fasten, ja klar, es geht um Darm und alles wird gereinigt, aber wie klar mein Kopf Darm war, damit habe ich nicht gerechnet. Also das hat ein neues Leben begonnen und für viele Fastenteilnehmer beginnt auch tatsächlich ein neuer Lebensabschnitt, weil auch Entscheidungen getroffen werden manchmal. Ja, und diese Autophagie, das ist eben so ein richtiges, also wie eine Müllreinigung ist es. Entsorgung findet richtig statt, Müllverbrennung, alles was falsch ist in den Zellen. Wir haben Milliarden von kleinen Kraftwerken, jede Zelle ist ein kleines Kraftwerk, das aktivieren wir. Das meinte ich vorhin mit dem Hinweis, es ist evolutionär in uns eingelebt.
Aber die Frage war ja, warum mache ich das in der Gruppe, warum mache ich es nicht zu Hause? Also Klaus hat schon angefangen, das zu beantworten, weil es dann doch anstrengend ist. Und wenn du es in der Gruppe machst, du musst dich um nichts kümmern, du wirst von früh bis abend begleitet, du musst dich um nichts kümmern. Es gibt da die Struktur des Tages, immer wiederkehrende Momente und du bist einfach da und das ist wirklich, ich sage immer, das ist wie ein Geschenk, weil das ist ja wirklich eine Auszeit und Zeit für dich. Du musst dich um nichts kümmern, außer um dich und lernlich, ja, und wirst verwöhnt und alles wird für dich hingestellt und präpariert und hast du mal einen Hänger. Ja, die haben den anderen vielleicht auch und die Gruppe fängt das eben auf, ne? Das ist dann wirklich für den Moment, für diese Woche. Wir haben das immer wieder erlebt. Es ist danach wirklich eine eingeschworene Mannschaft und wenn es dem einen Mann nicht gut geht, dann kommt der andere und da gibt es den Synergieeffekt und dann wirst du wieder getragen über die Gruppe. Und das ist einfach schön. Also man ist nicht alleine und hat natürlich auch immer einen regen Austausch. Also das ist toll, wenn man, ob man nur wandern geht, sich unterhält. Und da werden auch Themen besprochen, die ich da auf den Tisch lege. Das ist schon, Ja, es geht auch ans Eingemachte und es ist oftmals sehr intim auch was man sich anvertrauen kann den anderen. Und ja, also das macht es leicht. Das macht es leicht und du bist natürlich nicht in so einen Prozess eingegliedert. Du hast wirklich, ich sag mal, das ist Urlaub der besonderen Art.
Domina hat ja schon angedeutet, wir verwöhnen uns, wir lassen uns verwöhnen und wunderbar bei euch in Neusdorf, es wird auch eine Massage angeboten. Ihr habt eine wunderbare Sauna. Also ich darf mich wirklich mal dem Körper, darf ich mal etwas zurückgehen. Des ganzen Tag 7 vor. Ist der Körper für uns da und jetzt sind wir mal, jetzt gönnen wir unseren Körper mal was, jetzt gehen wir ihm mal was zur. Bedankt sich denn danach.
Ihr sagt ja auch fasten, wandern und auch sogar fasten, wandern mit Kräutern. Das heißt, ihr geht wandern und Kräuter suchen oder wie kann ich, das ist.
Ein besonders schönes Format, finde ich, dass die Kräuter, also die Heil und Wildkräuter dazukommen. Erstens mal lernen die Menschen kennen, was sie vielleicht noch nicht, wenn sie aus der Stadt kommen, dann haben die alles vergessen. Selbst die Leute auf dem Dorf wissen vieles nicht mehr. Und damit können wir natürlich auch unsere Suppe anreichern und wir machen daraus einen Shot. Man kann die mit nach Hause nehmen, die Kräuter. Und dadurch ist es nicht mehr so ein ganz so ein straffes Wandern im Prinzip, sondern mehr so ein wunderbarer, schöner Spaziergang vielleicht. Ja, und das ist schon, ist schon was Besonderes. Also dass die Kräuter damit Einzug halten, weil natürlich ganz viele Mineralstoffe sind in den Kräutern drin, was in den vielen Lebensmitteln gar nicht mehr drin ist und Vitalstoffe. Und das ist toll, wenn das mit dazu kommt. Also das unterstützt sozusagen diesen ganzen Heilungsprozess, diesen Selbstheilungsprozess, in dem wir uns da befinden schön.
Ja, ich meine, ich habe mal gehört, dass um ein Haus herum genau die Kräuter meistens wachsen, die der Mensch braucht. Habt ihr das auch erlebt?
Das habe ich in meinem Garten erlebt, den ich hier vor der Haustür habe am See. Und am Anfang gab es das und das und dann irgendwann kam die Nachtkerze zu mir, aber massenweise. Und wenn die Nachtkerze kommt, die hat ja so viele tausende von Samen, dann hast du den ganzen Garten voller Nachtkerze und dann kam der Gundermann zu mir und so wechselte das auch manchmal. Der Beinwell, den habe ich den Garten geholt, aber der ist jetzt überall bei mir, der darf überall stehen, weil es einfach so eine unglaublich kraftvolle Pflanze ist. Also ich bin wirklich in die Pflanzen verliebt. Also das ist Wahnsinn, was das von Heilpotenzial hat schön.
Ja, jetzt noch mal so ein bisschen praktisch. Also darf jeder fasten? Jeder Mensch oder gibt es jetzt so, ich sag mal, gesundheitliche oder seelische Situationen, wo man das lieber nicht machen sollte?
Magst du antworten oder soll ich?
Also grundsätzlich tanzt jeder Mensch. Bei chronischen Krankheiten muss man natürlich genau hinschauen. Also es gibt ja auch ein Heilfasten in Fasten Einrichtungen, Kliniken, wo man dann in der ärztliche Betreuung fasten kann und es unterstützt auch viele Heilprozesse, aber das sollte dann unter ärztlicher Aussicht passieren. Wir veranstalten Fasten für Gesunde, nennen wir es, wenn man ganz ehrlich sind. Gesund ist ja die Funktionsfrage. Also ich würde sagen, ich achte zwar auf meine Gesundheit, aber dass ich komplett gesund bin, würde ich mir nicht erlauben zu sein. Aber ich bin so weit gesund, dass ich auch fasten kann.
Also wir hatten letztes Jahr übrigens, da war eine ganz liebe Freundin von uns auch mit dabei auf Riesa. Mittlerweile ist sie 86 Jahre alt, also sie war letztes Jahr 85 Jahre alt und viele sagen nein, wenn du dann über 70, dann solltest du nicht mehr fasten. Das ist Humbug ist das. Also jeder Mensch kann fasten. Jugendliche bis ins hohe Alter können die fasten. Aber es ist natürlich wichtig, wenn es da wirklich irgendwelche Sachen gibt, zum Beispiel Schwangere und Stirn sollten nicht fasten. Menschen mit eingeschränkten Nieren und Schilddrüsenüberfunktion sollten nicht fasten oder mit starken psychischen Beeinträchtigungen oder Essstörungen oder schwere Krankheiten, wo der Körper noch nicht seine Reserven wieder hat oder wenn du wirklich auch ein schweres Krebsleiden oder fortgeschrittenes Krebsleiden hast, da hast du nicht mehr zuzusetzen, dann sollte man das nicht machen. Aber ansonsten ist dem eigentlich nichts einzuwenden. Dagegen nichts einzu sondern die beste Prävention, die man tun kann, diese Entgiftung, diese Zellreinigung also diese Entzündungen gehen aus dem Körper raus und der Blutdruck, also gerade wenn Leute kommen mit erhöhtem Blutdruck, du kannst auf die Uhr gucken, nach zwei Tagen sinkt der Blutdruck, der Blutdruck normalisiert sich, der Blutzucker urbanisiert sich, reguliert sich. Das ist wirklich ganz erstaunlich. Ja und was passiert? Die Darmflora reguliert sich auch und unser Mikrobiom, es ist einfach großartig, da kommen wir sonst nicht ran. Wenn wir immer wieder was nachschieben, dann bauen sich die Depots auf und da kommen wir nicht wieder runter. Die Speicher müssen mehr gemacht werden. Und das genau, wenn du aufhörst zu essen.
Also wenn du fast, ich bin fast überzeugt.
Ich sag dir noch was, aufhören zu essen, ist gar nicht so wild. Das nach dem Fastenbrechen, die Aufbautage, das wird dann wieder schwierig, damit man nicht in diesen Jojo Effekt kommt, sondern da wirklich achtsam zu sein, langsam und das, was man gelernt hat, wieder langsam kauen und 32 mal kauen und das gut einspeicheln, damit du langsam wieder in die Nahrungsaufnahme kommst und dein Stoffwechsel sich wieder umschalten kann.
Dazu gibt es denn während der Woche von uns reichlich Informationen, ganz sanft in eure Aufbautage hineinleiten können und vielleicht ein neues Leben beginnen können.
Aber jetzt noch mal, bevor wir so weit kommen, wie sollte man sich denn vorbereiten, wenn man mitmacht? Also wie sollte man denn da reinkommen? Am besten vorher noch mal 5 gängiges Menü, wahrscheinlich mit viel Fleisch oder auch mit Salat.
Teilnehmer, der hat gesagt, jetzt lasse ich noch richtig die Sau raus, hat dann bei irgendeinem Grillfest noch mal voll zugeschlagen, der sah nicht gut aus die ersten drei Tage, der hat so sehr, sehr, sehr schwer gemacht. Also das tut dann im wahrsten Sinne des Wortes weh. Wenn ich vorher so richtig zuschlage, tierische Eiweiße, Fette zu mir nehme vom Feinsten, dann gehe ich nicht gut in die Fastenwoche. Also spätestens zwei, drei Tage vorher darf ich mich langsam mal orientieren drauf, gar nichts fethaltiges, tierisch eiweißhaltiges mehr zu essen, sondern nicht so auf Obst, Rohkost zu verlegen, weniger Salz. Bei tierisches Eiweiß darf ich auch dran denken, dass da auch Käse und Quark zugehört. Also das sollte ich zwei bis drei Tage vorher denn einschränken bzw. Möglichst aus dem Speiseplan rausnehmen, habt ihr genug Alternative mit Salaten, Obst, Rohkost und am Anreisetag selbst dann wirklich nur noch rohes Obst, Gemüse und frischen Saft. Ja und dann kommt schon der Paukenschlag mit dem Blauwarsalz.
Naja, aber die Einstellung vor natürlich, dass wir alle Drogen weglassen, gerade Kaffee und Tee und auch nicht nur Schwarztee, sondern auch Grüntee oder Weisstee, da ist überall Tein, also sprich Koffein drin und das macht es dann schwer, das macht dann Kopfschmerzen. Also man sollte wirklich zwei, drei Tage vorher aufhören oder wenn schon länger, dass du das wirklich ausschleichen lässt. Ja, damit du dann, es macht keinen Spaß, wenn du fastest und dann hast du auch noch Kopfschmerzen obendrauf. Also das macht dann wirklich nicht Freude und deswegen das vorher Plan und am besten sich so drei Wochen vorher schon mental drauf einstellen, Ah ich faste, was brauche ich denn alles, was muss ich noch alles besorgen? Und da gibt es ja von uns Seite auch die Packliste, was alles mitzubringen, der Irrigator und die Wärmflasche und und und. Genau, damit das eilig, damit das geschmeidig reingeht.
Ja und genauso die Frage hinterher, kann man hinterher direkt wieder, ist man direkt wieder leistungsfähig am nächsten Tag? Also wenn sich die Leute jetzt Ferien nehmen, genau für die Woche und am nächsten Tag wieder arbeiten müssen, geht das oder?
Ja, ja, das geht ohne weiteres. Also leistungsfähig ist man sogar mitten in der Fastenwoche mitunter. Also für mich war es sehr überraschend. Ich hatte während der Fastenwoche selbst noch als Masseur gearbeitet und war auf einmal am dritten Tag, da war ich in voller Leistungsempfindlichkeit. Also das ist Wahnsinn und das hören wir immer wieder. Ist unterschiedlich. Jedes Fasten ist unterschiedlich. Auch wer mehrfach schon gefastet hat, kann das sicherlich beste Medien. Aber ja, die Leistungsfähigkeit, die ist voll da, dass man nicht eingeschränkt, nur der Übergang der Ernährung, der sollte dann etwas diszipliniert beobachtet werden. Also wenn man dann so ein alte Muster vielleicht wieder verfällt, wie man eigentlich in der Woche auch vielleicht hier und da mal was gelernt hat, was nicht so vorteilhaft für den Körper ist. Ja, da hat man eine Chance, diesen Reset Knopf, den man jetzt gedrückt hat, da wirklich so auch was zu verändern. Also ich habe es zum Beispiel verändert. Wir haben uns selbst eine Karte zugeschickt, die wir nach sechs Wochen bekommen haben. Und ich hatte darauf geschrieben, ach, ich nehme keine Milch mehr, nur noch Schlagsahne, Ich trinke meinen Tee nicht mehr, den ich morgens immer früh brauchte. Dann nach sechs Wochen habe ich das tatsächlich bekommen, da standen noch andere Sachen drauf und der Tee ist ja weg, Ich habe den nicht mehr gebraucht. Also das war so für mich so umschalten, aber gar nicht, das habe ich gar nicht mehr jeden Tag am Spiegel angepinnt, sondern das hat so selbstständig vom Körper her stattgefunden. Das finde ich das Tolle. Der Körper gibt mir eine Chance, nach so einer Fastenwoche eine andere Einstellung zu praktizieren, ohne dass ich da groß drüber nachdenke.
Ja, verstehe. Ich verstehe es. Und gleichzeitig merke ich, kennt ihr das auch das Phänomen, dass man so einen Heißhunger hat und dem einfach mit Willenskraft kaum was entgegensetzen kann.
Meine Empfehlung ist immer, trink erst mal, was man erstmal so das Gefühl, was im Bauch ist im Prinzip. Und man kann ja viele Sachen einfach auch so fortsetzen. Wir haben zum Beispiel morgens gibt es immer so einen tollen Hafertee, den wir, den wir kochen, einfach nur so abgeseit. Und wenn, das ist ein guter, also das beruhigt erstmal den Darm, also es beruhigt den Magen und es macht auch so ein leichtes Sättigungsgefühl. Und wenn man so ein paar Sachen mit rüber rettet aus dieser Fastenwoche und natürlich auch dieses Thema Achtsamkeit, wie gehe ich mit dir um? Also richtig wichtig. Absolut wichtig ist in Bewegung bleiben. Ja, also das ist, das ist kurzen Spaziergang zu machen, dass das mit der frischen Luft in den Wald oder was auch immer, dass das irgendwie so am Leben erhalten bleibt, dass man so ein paar Sachen weiterführt und nicht so, jetzt habe ich das gemacht, jetzt springt wieder in meinen Alltag zurück, also in die alten.
Das ist, also man könnte sagen, jetzt mal zusammenfassen, Fasten könnte ein Sprungbrett in einen neuen Lebensabschnitt sein.
Definitiv, genau. Also zu einer wirklichen Umstellung, Ernährungsumstellung, vielleicht Lebensumstellung. Es werden auch große Themen bewältigt, wo man fragt, was mache ich eigentlich in meiner Arbeit? Ist das sinnführend? Macht mir das Freude, das auch was mit mir zu tun oder ja, ich habe letztens erst gerade wieder Gerald Hüter gehört. Und da ging es halt eben darum, wo setze ich meine Kraft um oder wo stecke ich meine Energie hin? Und wenn ich permanent fehlgeleitet bin, dann geht das ins Nichts und raubt mir eher meine meine Energie. Und das sind oft dann so Sachen, wo man sagt, oder gibt's noch was anderes?
Gibt's noch was anderes?
Ganz konkret auf deine Frage noch mal, Mensch, wenn denn da so heiß. Also ich habe mich auch mal ertappt, da kam dann so ein Heißhunger und dann habe ich die Torte verputzt mit so einem Appetit. Das war eine Freude, aber nicht gleich.
Nach dem Fasten.
Gleich zum nächsten Döner stand und nicht gleich zum Bäcker die nächste fette Torte. Das kann wirklich mit einer schweren Ko verbunden sein. Aber ich meinte dann so in der Nachfolgezeit, die nächsten Wochen, da darf auch mal irgendwo wieder was durchbrechen und dann will ich mir das. Aber das ist die Ausnahme. Damit kann der Körper umgehen.
Das ist immer so dieses, dieses du bist das Besondere, ne? Also das Wochenende ist halt eben Wochenende und dann lass es mir da auch gut gehen. So und dann ist wieder die Woche und dann genau wie unsere Großeltern gelebt haben, die haben so die Woche über schmale Post. Am Wochenende gab es mal den Braten, da gab es auch mal einen Kuchen, aber es gab nicht immer die volle Palette. Und das ist das Problem. Das ist unser heutiges Problem, dass wir eigentlich wahnsinnig viel haben. Also es ist dennoch ein Mangel. Es ist keine Fülle, sondern es ist eher ein Mangel, weil es alles Schrott ist, was wir da in uns hinein und so. Da ist nichts mehr drin und so.
Außer in Nussdorf im Bio.
Da freuen wir uns jetzt drauf. Ich glaube, ich freue mich sehr, dass ihr kommt Vom zweiten bisschen 8. Mai ist es glaube ich, zweiter bis 8. Mai eine Woche Fasten, Wandern mit Kräutern.
Auf allen Ebenen. Das ist eben wirklich so auf allen Ebenen mal rauszukommen.
Ja, danke euch für die ganze Information.
Dann ja, ciao.
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